Beiträge von Cid

    An dem Stand, an dem sie inzwischen ist, erübrigt sich die ganze Diskussion, indem man einen entscheidenden Fakt akzeptiert: Gothic ist als Einzelspieler-RPG konzipiert und als solches auf den Markt geworfen worden. Nicht als Loresammlung für ein potenzielles (Text-)Rollenspiel, und auch als nichts, das dem irgendwie nahekommt. Du möchtest fortwährend eine Intention erkennen, von der ich dir versichere, dass sie den Entwicklern nicht eine Sekunde Produktionszeit wert war.


    Ernsthaft, ich mache es mir ungern so einfach, doch jedes deiner Argumente wird von diesem Fakt entkräftigt. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass dieselbe Antwort immer wieder erfolgt. Auch wenn dich das offensichtlich nervt.


    Dein Tonfall lädt zudem nur bedingt zur weiteren Diskussion ein. Anders, als deine Signatur vermuten lässt, habe ich dafür kein Verständnis.

    Probier es doch mal mit einem Freund oder sonstwem, den du sehr oft sieht und mit dem du sehr oft redest. Versucht, euch einen ganzen Tag lang gegenseitig höflich anzusprechen/zu siezen, und erzähl mir hinterher, wie sich das Gefühl beim Reden vom Duzen unterscheidet.

    Ich kann hellsehen: Beide Seiten werden sich bescheuert vorkommen. Das liegt daran, dass das Siezen unter Freunden keine Anwendung findet.

    Andernfalls kannst du das Ganze auch mal umdrehen: duz dich einen ganzen Tag lang mit jemandem, den du sonst immer siezt.

    Ich kann hellsehen: Beide Seiten werden sich bescheuert vorkommen. Das liegt daran, dass das Siezen zuvor nicht grundlos seine Anwendung fand.


    Ich frage mich, was du hier bezwecken willst.

    Gut, dann erklär mir mal, warum sich dann nie wer beim Helden deswegen beschwert, wie ich jetzt schon zum hunderttausendsten Mal erwähne?

    Dass sich dabei nicht auf die Anrede bezogen wird (außer beim Herrn Gebrandt), liegt einfach daran, dass daraus keine relevanten Konversationen entstehen würden und PB schon immer gerne aufs Notwendigste beschränkt blieb.

    Sprich: Es macht, aus der Sicht des Entwicklers, keinerlei Sinn. Wir reden hier von einem Einzelspieler-Videospiel und keinem 24/7-Live-Rollenspiel.

    Inwiefern spricht die deutsche Sprachkultur dafür, es im RP so zu handhaben?

    Insofern, dass die Community als eine Art in sich geschlossene Sprachgemeinschaft sich darauf geeinigt hat, es so zu handhaben. Logischerweise richtet man sich dabei nach dem, was die genutzte Sprache von Natur aus hergibt. Ist nun mal weit unkomplizierter, als vorher ein Seminar zu dänischer Sprachkultur im Mittelalter zu belegen.

    Ist dann nicht jeder quasi respektlos gegenüber jedem, sofern sie sich nicht näher kennen? Würdest du irgendwen von hier auf der Straße siezen? Ich glaube nicht. Dabei ist das doch eigentlich gerade so respektlos.

    Beides nein, da dieses ungeschriebene Gesetz nun mal nur im Internet existiert und nicht auf der Straße.

    Bei Leuten unter 30 und einigen darüber tu ich das im Normalfall auch sogar. Und rat mal, wie viele Leute sich deswegen bisher beschwert haben.


    Und zufälligerweise haben genau diese Leute viel weniger Probleme mit mir und ich mit ihnen als bei denen, wo ich es nicht tu(n soll).

    Ich werde mich an dieser Stelle mal aus der Diskussion bezüglich des Duzens/Siezens außerhalb des Internets ausklinken. Ich habe nicht den Eindruck, dass du an einer Diskussion interessiert bist, sondern ... Keine Ahnung, ich kann keine Absicht erkennen, außer irgendwelche Probleme zu thematisieren, wo ich keinerlei sehe.

    Also, dass er wegen dem Duzen zusammengeschissen wird, ist mir jetzt neu. Wie gesagt, ich beziehe mich hier NUR auf das Duzen, auf sonst nichts.

    Habe ich auch nicht geschrieben. Du argumentierst damit, dass der Held alles und jeden duzt und ebenso zurückgeduzt wird. Ich begründe diese Art anhand seines unhöflichen Auftretens, um der These gegenüberzutreten, dass das Duzen im Gothic-Universum irgendwie besonders normal und gesellschaftlich anerkannt sei. Wieso die Anrede nicht zur Sprache kommt, habe ich geschrieben.

    Kultur. Da beeinflusst einen maßgeblich das RL. Zum Beispiel hätte ein Däne kein Problem damit, jeden zu duzen, weil es eben in ihrer Kultur so veranlagt ist.

    Und inwiefern spricht das dafür, es im RP genauso zu tun?

    Warum siezen wir uns dann hier und allgemein im gesamten Internet nicht?

    Weil es eine Art ungeschriebenes Gesetz ist, dass man sich im Internet nicht siezt und auch nicht gesiezt werden will. Keine Ahnung, wo das seinen Ursprung hat, aber es ist so.


    Über die Sinnhaftigkeit des Siezens diskutiere ich nicht. Es spielt auch überhaupt keine Rolle. Du kannst ja mal aufhören, die Leute zu siezen und dann hinterher einschätzen, ob sich deine Situation irgendwie verbessert hat. Ich bezweifel es.

    Oder wieso duzt man der Held die Hochmagier des Feuers, die restlichen Feuermagier, die Wassermagier, Schwarzmagier, Xardas oder überhaupt jeden?

    Der Held ist die Personifikation des Unhöflichseins, was er auch regelmäßig im Spiel zu hören bekommt. Gothic soll uns gezielt den PB'schen Charme vermitteln, während wir der Story folgen, aber das sind ganz andere Ansätze als im Rollenspiel. Dass sich dabei nicht auf die Anrede bezogen wird (außer beim Herrn Gebrandt), liegt einfach daran, dass daraus keine relevanten Konversationen entstehen würden und PB schon immer gerne aufs Notwendigste beschränkt blieb. Wenn du ein Beispiel für ein Gespräch suchst, das inhaltlich weit fernab des Einflussbereichs des Heldens stattfindet, dann empfehle ich den Brief an die Feuermagier aus Gothic 1.


    Ich habe mal ähnlich gedacht und das Duzen quasi militant verteidigt, weil ich lange angenommen hatte, Ihrzen sei im Gothic-Universum nicht existent. Das hat sich als falsch herausgestellt. Ich finde das Duzen eines Würdenträgers unauthentisch, das auch schon immer. Es sieht bescheuert aus, es liest sich bescheuert, es hat einfach nichts Ästhetisches. Noch schlimmer finde ich aber das Siezen.

    Ich möchte kurz was zu den Alphaposten sagen. Ich sehe das nämlich nicht so, dass Alphaposten ausschließlich zum "Bespaßen" der Spieler da sein sollten. Solche Ansichten führen dann nun mal dazu, dass die Spieler da nicht ewig Bock drauf haben und inaktiv gehen können, das sollte dir klar sein. Das sind auch alles nur Menschen. Wäre man das klüger angegangen, wären die Alphaposten vielleicht länger geblieben. Ich hatte mit Ope spontan ab Ende der Closed Alpha ausgeholfen (ohne Bewerbung, ich hatte eigentlich nicht viel Lust auf die Verpflichtung), unter der Voraussetzung, dass ich mir nach 2-3 Wochen Open Alpha einen Nachfolger für die Mine suchen und den Charakter dann auf Eis legen darf. Das RP hat unerwartet viel Spaß gemacht, aber dieser Aktivitätsdruck und der Fokus auf reine Beschäftigungstherapie hat einfach genervt. Immer nur Beschäftigen, Beschäftigen, Beschäftigen, es schien wirklich alles zu sein, das ein Rollenspiel ausmachen soll. Sonst wäre ich auf jeden Fall am Ball geblieben und hätte nicht auf diese "Klausel" bestanden. Es gab wirklich eine Menge toller Momente in dieser Zeit, die mir die Anstrengungen auf jeden Fall wert waren. Der Charakter Ope hatte auch sehr gut funktioniert, um langfristig an ihm festzuhalten.


    Vielleicht hilft dir das, den Alphaposten ein wenig Verständnis entgegenzubringen. Keinen bringt es weiter, wenn man ewig und immer wieder nur auf Aktivität pocht. Alphaposten haben, in diesem System, eine klare Funktion, ja, und die verlangt besonders in der Anfangszeit eine gewisse Grundaktivität. Aber das ändert nichts daran, dass dahinter Spieler sitzen, die genauso wie jeder andere auch Spaß haben müssen, um zu funktionieren. Ich hoffe, man hat diese Herangehensweise inzwischen hinterfragt.

    Alles klar, dann bauen die Banditen morgen mal die neue Taverne der Piraten auf. Die haben ja settingwegen kein Anrecht drauf. Die bauen es ja einfach nur.

    So hört sich das Argument für mich an.

    Der Vergleich stimmt nicht. Die Taverne ist mitten im Lager, das Holzfällerlager nicht, so hat es zumindest für mich den Anschein. Ich kann aber auch nicht genau beurteilen, wie nah das Holzfällerlager am Banditenlager liegt, oder ob es einfach "nur" im Sumpf ist.

    "Wenn man eine giftige Schlange angriffsbereit vor sich sieht, wartet man nicht, bis sie zubeißt, bevor man sie tötet." Um es direkt mal für den Fall hier zu deuten. Wenn man (die Banditen) eine giftige Schlange (Piraten) angriffsbereit (beginnen mit dem Bau eines Lager direkt vor dem eigenen) vor sich sieht, wartet man nicht, bis sie zubeißt (Lager fertig stellen), bevor man sie tötet (Lager zerstören).

    Auch die Metapher passt in meinen Augen nicht. Eine Schlange, die vor dir steht, bedeutet akute Lebensgefahr. Ein Holzfällerlager nicht, und sobald sich abzeichnet, dass er als (militärischer) Stützpunkt genutzt wird, hat man ohnehin den Grund ihn zu zerschlagen. Dennoch muss ein Team sensibel mit einer solchen Situation umgehen, ja. "Wir denken uns schon etwas dabei" bringt deinem Charakter nichts und wurde mir ehrlich gesagt schon nach zwei Wochen Open Alpha zu oft gesagt. Das heißt nicht, dass das unwahr ist, sondern soll sagen, dass eine solche Begründung keine Balancierung der Kräfte im Rollenspiel ersetzt. Es gibt immer Mittel und Wege, um die herzustellen. Aber man muss eben sowohl dazu bereit, als auch in der Lage sein, sich ausreichend in die Lage beider Parteien zu versetzen und dann eine ausbalancierte Lösung zu finden.


    Zu den Perspektiven: Du vermischst ortsgebundene Perspektiven mit zeitlichen Perspektiven. Auch das kann so nicht funktionieren, weshalb ich nicht weiß, wie ich sinnvoll darauf antworten soll. Ich möchte das Thema auch nicht breitschlagen und bin sowieso viel zu wenig mit der Situation vertraut, um noch tiefer ins Thema einzusteigen. Meine Beiträge hielt ich dennoch für notwendig.

    Ich finde es bedenklich, dass man inzwischen so häufig beobachten kann, wie jede noch so kleine Teamentscheidung an allen Ecken und Enden hinterfragt wird. Ja, man muss den Mund aufmachen und notfalls auch lauter werden, wenn Serverteams augenscheinlich schlechte Entscheidungen treffen, die in eine böse Richtung führen, ohne es zu merken. Habe ich hier schon gemacht, habe ich auf SKO gemacht, habe ich auf CK gemacht, und das überall nicht zu selten. Über Missstände zu schweigen ist nun mal fatal und gehört sich nicht.


    Aber dennoch wird man niemals Spaß an einem Projekt haben, wenn man dem Team nicht vollends vertraut. Das ist auch der Hauptgrund, wieso ich im letzten halben Jahr nicht aktiv auf JKO mitmachen konnte und im Beobachtungsmodus geblieben bin. Ich hatte dabei die Wahl, in welche Interessen ich meine verfügbare Zeit investieren werde, und hatte in JKO aufgrund meiner bisherigen Alphaerfahrungen zu wenig Vertrauen, dass sich meine Bemühungen auch irgendwie in langfristigen Spielspaß und/oder Verbesserungen umsetzen. Das ist auch jetzt noch so (obwohl ich öfter mitmachen würde, wenn man den verbesserten GMP erlauben würde xD). Das gilt aber nicht für jenen, der hier im letzten halben Jahr aktiv war.


    Hier ist offensichtlich von einem Holzfällerlager die Rede. Ich wiederhole: ein Holzfällerlager. Ich lese aus diesem Thread heraus, dass die Piraten von Settingwegen keinerlei Anrecht haben, dieses Holzfällerlager zu besitzen. Offensichtlich bauen sie es einfach nur. Wie kann man hierbei also bitte von "Ich muss mein RP verbiegen" reden? Wie kann man überhaupt beklagen, sein RP verbiegen zu müssen, in einer Multiplayer-Rollenspielwelt, die sich auf eine Weise verändert und weiterentwickelt, auf die ich nur bedingten Einfluss habe? Denkt bitte erst darüber nach, bevor ihr solche Äußerungen trefft. Wenn JKO plötzlich anfängt, Raumschiffe ins Spiel zu integrieren und jeden Spieler dazu zwingt, Kulturen von Außerirdischen anzunehmen - ja, dann kann sich beschwert werden, dass man sein RP "verbiegen" muss. Aber unterlasst solche Aussagen doch bitte, wenn es sich in Wahrheit einfach nur um äußere Einflüsse handelt, die einem nicht so gut schmecken. Auch die gehören zum RP dazu, auch die muss man akzeptieren (ich wäre enttäuscht, wenn es nicht so wäre).


    Hinterfragt die Dinge halt nicht ständig bis in die hinterste Ecke und schaut euch an, was sich das Team dabei gedacht hat. Habt keine solche Angst davor, dass dieses Projekt Fehler machen kann. Das ist wie nach dem Spiel von Deutschland gegen Mexiko, als 80 Millionen Aushilfs-Löws die Tafel ausgepackt und Bundestrainer gespielt haben. Ich hatte mir einige Wochen nach Open-Alpha-Start Zeit gelassen mit Kritikpunkten, die ich von Tag 1 an notiert, aber bewusst nicht geäußert hatte (bis ich dann irgendwann befürchtet hab, dass sie dem Team doch nicht so ganz bewusst sind). Das Team muss natürlich damit zurechtkommen, wenn es eine schlechte Entscheidung trifft, dabei immer auf Vertrauen und "Wir denken uns dabei schon was" beharrt, sich das alles dann aber dennoch als eine schlechte Entscheidung herausstellt und das Team dann entsprechend Kritik bekommt. Das Team muss auch akzeptieren, dass hier Leute in der Community unterwegs sind, die 2-3x so viel Rollenspielerfahrung wie die Administration und der Support haben und Negativpunkte möglicherweise früher erkennen werden. Aber bis dahin muss man dem Team nun mal auch Vertrauen entgegenbringen, einen guten Job zu machen. Und gerade, wenn es um ein Holzfällerlager geht, tendiert das Risiko, wenn man erst einmal den Mund hält und sich das alles anschaut, gen 0.


    Außerdem empfehle ich dem Team, beim Joinen auf den Server und am besten noch mal irgendwo im Forum sichtbar auf den Alphastatus hinzuweisen. Nicht erst seit heute wird immer wieder vergessen, dass jeder, der an einer solchen Phase teilnimmt, in erster Linie ein Tester ist - also grundlegend voll und ganz dem Plan und meinetwegen auch der Willkür der Entwickler unterliegt. Und Tests sind eben notwendig, um schlechte Entscheidungen als solche auszumachen.

    Ab 16.02. wieder öfter da, bis dahin hat mich die Uni im Griff

    Muss ich leider revidieren ... Private Umstände haben verhindert, dass ich nun genug Zeit für JKO habe. Wird sich also noch etwas ziehen, leider. Ich möchte auch erst wieder ins RP einsteigen, wenn ich voll da sein kann, da Gelegenheits-RP mir eher selten den erhofften Spielspaß bringt (ganz unabhängig von der Plattform).


    Im Forum und dem ganzen Drumherum bleibe ich aber, das geht immer.

    Kehrseite der Medaille: Spontanes Onlinekommen ("auf gut Glück") nimmt ab, wenn man schon im Voraus über den Kalender davon ausgeht, dass ein benötigter RP-Partner nicht online sein wird. Ohne Kalender (und ohne vorherige Absprache) bist du einfach online und hoffst, die benötigte Person wird irgendwann auftauchen - das ist für mich die deutlich RP-förderndere Variante. Dazu haben Kalender immer einen mindestens mittelfristigen Charakter, und ich würde behaupten, umso weiter man hierbei im Voraus plant, desto wahrscheinlicher ist es dann, jemanden zu enttäuschen, wenn man seine Zeit nicht einhalten kann. Events werden außerdem ohnehin schon angekündigt, und zwar hier: Eventtermine

    Achso, sehe ich erst jetzt.

    Ich finde es auch nicht verkehrt über die Ursachen zu spekulieren und sich kritisch, konstruktiv auszutauschen. Wer seine Meinung sagt sollte immer auch in der Lage sein Meinungen zu seiner Meinung zu akzeptieren.

    Ja, aber dennoch sind Feedback und Diskussion zwei verschiedene Dinge. Sie unterscheiden sich dadurch, dass sie anderen Denkmustern und Herangehensweisen unterliegen. Wie schon zuvor gesagt, habe ich im Feedback kein Problem damit, mich rein auf mein subjektives Empfinden zu beschränken und dabei zu belassen. Denn unabhängig von Sinn und Schlüssigkeit aller Konzepte, ist die Frage nach dem Spielspaß, und zwar einzig und allein danach, genauso wichtig. Wenn ich privat Testleser um Feedback zu meinem Geschreibe bitte, dann erwarte ich auch nichts als den Eindruck, der bei ihnen beim Lesen entsteht. Es hätte wenig Sinn und wäre meiner Meinung nach sogar ein Ausdruck fehlenden Respektes dem Testleser gegenüber, wenn ich dann beginne, sein Feedback auseinander zu pflücken.


    Und weil mein Feedback so subjektiv auf meinen Spielspaß konzentriert ist, halte ich es auch für eine schlechte Grundlage zur Diskussion. Man kann ein persönliches Empfinden nicht diskutieren, man kann lediglich über die eigene Verantwortung entscheiden und dann entweder damit arbeiten oder eben nicht. Wenn jede Darstellung von gegenwärtiger (De-)Motivation und deren Symptome direkt von irgendwem zerpflückt wird, dann denke ich nicht, dass derjenige mein Feedback wirklich zu schätzen weiß. Ansonsten kann er mich zur Diskussion einladen, aber das sollte man meiner Meinung nach klar vom Feedback trennen.


    Feedback ist für mich auch keine Meinungssache und hat somit nichts mit dem Akzeptieren anderer Meinungen dazu zu tun. Ich kann auch der Meinung sein, dass alles richtig läuft, und dennoch keinen Spaß haben. Dann ist aber auch das wertvolles Feedback. So gibt es immer mal wieder Spieler, die nach einiger Zeit merken, dass das Spielprinzip einfach nichts für sie ist - was bringt es dann, eine Diskussion zu starten? Nur ein Beispiel.

    Bitte stellt also klar, dass die Präsenz der Ziele im RP das Problem sind und nicht, dass es keine Ziele gibt, das wäre super

    Jeder, der den Trailer gesehen hat oder weiß, über welche Kompetenz und Erfahrung allein schon die Spielleiter hier verfügen, der weiß auch, dass es Ziele gibt. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass das hier ein Feedback-Thread ist. Feedback ist in erster Linie subjektiv, man nimmt es an wie es kommt und stellt es nicht infrage, vorallem aber rechtfertigt man sich nicht und reagiert maximal auf entscheidende Missverständnisse, die das Bild des Spielers in unnatürlicher Form verfälscht haben. Feedback ist die subjektivste Form der Bewertung und weit entfernt von einer Rezension. So zumindest meine Meinung.


    Ich fände es deshalb schön, wenn man das Feedback der Spieler weniger diskutiert und sich mehr darauf fokussiert, dass dieses Empfinden real ist und möglicherweise von dem abweicht, was man sich zu Beginn erhofft hatte. Was ihr daraus macht, ist natürlich komplett eure Sache. Es gibt sicherlich auch viel Feedback, das mehr frustriertes Lamentieren als alles andere ist und mit dem man wenig anfangen kann. Jeder, der Feedback gibt, tut dies in meinen Augen ohne zu fordern. In halte es aber eher für kein gutes Zeichen, wenn Feedback diskutiert wird, denn als Grundlage für eine Diskussion müsste dann eine Objektivität Einzug halten, durch die das Feedback nicht mehr richtig als solches fungieren kann. In einem solchen Thread möchte ich meine Eindrücke als Rollenspieler gerne unverfälscht darlegen können, ob ich Spaß habe oder nicht und warum, auch dann, wenn ich über internes Wissen verfüge, mit dem ich mich in einer Diskussion gar selbst widerlegen könnte.

    Bei mir wirds doch noch etwas dauern. Hab momentan zu viel anderes zu tun, da zocke ich dann eher was Kurzweiligeres zum Abschalten.

    auf Ski habe ich als Neuling au h nie was vom höheren Ziel miterlebt und als Novize und Magier hatten wir keine Zeit das höhere Ziel zu verfolgen. Auf ck gab es keins.

    Auf SKO war die unüberwindbare Isolation von der Außenwelt die Grundlage für das Ziel, in dieser Welt den Rest seines Lebens zu verbringen. Jeder Charakter befand sich nach der Erstellung in dieser Situation, das reichte völlig aus und rechtfertigte jede Handlung, die zu diesem Ziel beitrug. Auf CK fehlte dieses höhere Ziel an vielen Stellen, das stimmt, war jedoch durch den stärkeren Fokus auf den reinen Alltag weniger ausschlaggebend, als ich finde, dass es das auf JKO ist.


    Ich denke, es würde wohl völlig reichen, wenn denn die ganze Ideologie bzw. überhaupt die Grundlage allen Schaffens im Banditenlager auch für Außenstehende eindeutig wäre. Ansonsten möchte ich nicht so klingen, dass RP im Banditenlager ein Ding der Unmöglichkeit wäre, denn das ist es nicht. Aber das hier ist ja ein Feedback-Thread, und mein Feedback sagt, dass die Immersion der Spielwelt bröckelt, womöglich aus genannten Gründen, vielleicht würde mein Vorschlag auch nichts ändern, das weiß man sowieso erst hinterher. Jedenfalls bringt mir der momentane Zustand nicht den Rahmen, den ich gerne für mein Rollenspiel hätte, deshalb wollte ich hier mal posten.

    Will man sie wissen, muss man eben Bandit werden.

    Man tritt den Banditen halt nicht bei, nur um ihre Ziele zu erfahren. Das nur so aus meiner Sicht als Spieler eines (Ex-)Sklaven, das soll ruhig als Feedback gesehen werden.

    Verstehe allerdings nicht warum das einen Wanderer oder Sklaven im RP groß interessieren sollte. Da sind andere Probleme prägnanter.

    Da kann ich nur für mich sprechen, dass das anders ist. Cid wurde, wie sicherlich jeder Sklave, aus einem anderen Leben gerissen. Nun spielt es eine Rolle, inwieweit dieses Leben lebenswerter war, doch in der Regel würde ich davon ausgeben, dass es das war. Natürlich ist es dann logisch, wenn er, nach zurückerlangter Freiheit, in sein altes Leben zurückkehren möchte. Da das aber nicht zur Option steht, muss ein Grund her, der ihn an Jharkendar bzw. das Banditenlager bindet.


    Die Story bietet solche Gründe. "Was? Als Bandit ist es möglich, vom üppigen Kuchen der Goldmine zu naschen? Und hier gibt es unerforschte Ruinen, potenziell voller Gold? Möglichkeiten, nicht in leeren Händen zu meiner Familie zurückzukehren, ein Leben in Wohlstand zu führen?" Die Problematik, dass sich Sklaven fast schon naturgemäß mit der Rückkehr in ihr altes Leben beschäftigen, sollte meiner Meinung nach von der Story aufgefangen werden. Und dafür ist es nötig, die Story nicht bloß als Insiderwissen zu vermitteln, sondern allen Schichten zugänglich zu machen.

    Zwar gilt dieser Punkt grundlegend für die ganze Insel, aber im Banditenlager äußert er sich am deutlichsten:


    Mir fehlt eine Story. Nicht zuletzt durch den Trailer wissen wir ja, dass es eine gibt, die in meinen Augen auch interessant ist. Nur ist die überhaupt nicht zu spüren. Der Sumpf ist ein scheußlicher, gefährlicher Ort, der für einen Menschen quasi überhaupt nicht lebenswert ist. Dennoch sind die Banditen dort, gehen ihrem Alltag nach und wirken auch nicht so, als wollten sie von dort fliehen.

    An dieser Stelle könnte man auf die Goldmine verweisen. Doch wie schlüssig ist das Argument letztlich? Bislang bekam ich nicht mit, dass ein Bandit Gold aus der Mine zog, geschweige denn gar der Ambition nachging, selbst darin zu arbeiten, wie wir es aus dem Originalspiel kennen.

    Somit wirkt der Alltag im Banditenlager für mich etwas gekünstelt - die Dinge nehmen so ihren Lauf, wie es vom Setting her vorgesehen ist, und die Banditen halten sich dran. Auf mich wirkt das alles aber nicht schlüssig, und das nimmt mir leider einen wesentlichen Teil der Immersion. Nicht falsch verstehen: Mir ist klar, dass dahinter definitiv ein Plan steckt, den aber entweder nur MaeVar und Magnus kennen, oder von dem nur die beiden profitieren. Dann frage ich mich aber, inwiefern der Plan gewinnbringend für unser RP ist, schließlich besteht er seit RP-Beginn und stammt somit aus euren Konzepten. Ich habe mit diesem Beitrag auch bewusst eine Weile gewartet, um einem möglichen "Wir haben uns dabei schon etwas gedacht" ein wenig entgegenzuwirken, wo ich mir ja sicher bin, dass ihr das habt. Aktuell ist es aber so, dass Teilen der Nicht-Banditen die Lust ausgeht bzw. die Motivation fehlt, sich überhaupt bei den Banditen zu bewerben. Mein Charakter bekam bislang weder das Gefühl, dass die Banditen zum Erreichen eines höheren Ziels Leute benötigen (was ja quasi Grundlage sein sollte), noch dass es überhaupt ein höheres Ziel gibt.

    Irgendwie lebt jeder nur so vor sich hin, an einem Ort, an dem ich nicht nachvollziehen kann, wieso man dort ohne einem wirklich entscheidenden Grund lebt.


    Zum Vergleich: Die Kolonie bietet die Bindung an die Welt allein dadurch, dass sie physisch vom Rest der Welt abgeriegelt ist. Sich nach Khorinis zu begeben, ergibt dadurch Sinn, dass man dort noch am ehesten Frieden findet. Mir fällt jedoch kein Grund ein, wieso sich ein Mensch nach Jharkendar begeben und dort ansässig werden sollte, besonders im Banditenlager, bzw. wieso er nicht von dort fliehen sollte. Letzteres kann eine legitime Motivation sein, ist jedoch wenig förderlich für unser Rollenspiel, wenn es doch grundlegend jedem Charakter so gehen müsste, der nichts vom Mythos Jharkendar und verborgenen Schätzen weiß und nicht den Piraten oder Wassermagiern angehörte.

    Diese Woche gehört auch der Uni, aber ich werde an den Abenden immer mal ein Stündchen reinschauen.

    Daraus wurde leider nichts, aber ab heute Abend sollte ich erstmal ne Woche wieder voll da sein. :)